Bußgeldkatalog
 

Unabhängig von diesem Bußgeldkatalog gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Neben der Androhung nach diesem Katalog hat der Verursacher bei Verstößen mit zivilrechtlichen Ansprüchen der Geschädigten zu rechnen!

1. Verstöße und vereinsschädigendes Verhalten in Naturschutzgebieten

    a) wer innerhalb des Naturschutzgebietes zum Angeln mit einem Kfz fährt, wird mit einer Geldbuße von 10,- bis 50,- Euro belegt.
    b) Feuermachen, Grillen und Campieren während des Angelns in einem Naturschutzgebiet wird mit 25,- bis 100,- Euro geahndet.

II. Angelplatz:

Der Angelplatz ist vor und nach dem Angeln von angelspezifischem Unrat zu reinigen und sauber zu halten. Verstöße dagegen werden mit 25,- Euro geahndet.

III. Verstöße beim Fahren zu den Fisch gewässern des Vereins:

    a) wer Flurschäden beim Fahren ans Gewässer verursacht, wird mit 10,- bis 25.- Euro belegt.
          b) wer am Gewässer ausgewiesene Parkplätze nicht benutzt, sondern in der Nähe des Parkplatzes direkt bis ans Gewässer                  fährt, wird mit 10,- Euro belegt.

IV. Fischen an gesperrten oder verbotenen Plätzen:

    a) Fischen von Spundwänden aus
          b) Fischen in vom Verein festgesetzten Schonstrecken
    c) Fischen im Hafen
    d) Fischen in Vereinsgewässern während Hege-und Königsfischen. Abfischen oder während Vereinsversammlungen und Veranstaltungen

Wer gegen diese Bestimmungen verstößt, wird mit 25,- Euro belegt.

          e) Fischen in Schongewässern wie Fischzucht, Hagel etc.

          f) Fischen im Naturschutzgebiet zur nicht erlaubten Zeit
    g) Fischen in gesperrten Gewässern (Baggerweiher, Raub- fischen vor dem 1. Mai etc.)

Wer gegen die Bestimmungen e), f) und g) verstößt, wird mit einem Kartenentzug für sämtliche Vereinsgewässer einschließlich Tages- und Austauschkarten von 1 Jahr belegt. Bei Vergehen, die bereits mit einem Kartenentzug geahndet wurden, erfolgt im Wiederholungsfalle eine Ahndung durch das Ehrengericht.

V. Fischen ohne mitgeführten Fischerei - und Fischereierlaubnisschein:

Wird dies bei einer Kontrolle festgestellt und kann sich der Angler beim Fischereiaufseher nicht glaubhaft legitimieren, muß er zu angeln aufhören.

VI. Waidgerechtes Angeln und Versorgen der Fische:

1. Beim Angeln ist unbedingt mitzuführen
    a) Gerät zum vorschriftsmäßigen Betäuben der gefangenen Fische <Fischtöter, schweres Messer etc.)
    b) Messer
    c) Ein Maßband (Meterstab oder dergleichen)
    d) Hakenlöser oder geeignete Zange

2. Verstöße gegen das waidgerechte Angeln, wie z. B. Fischen ohne Stahlvorfach oder vergleichbare Materialien, weites Hinauswerfen der zurückzuversetzenden Fische, das Wälzen der Fische im Sand, nicht vorschriftsmäßiges Töten der Fische. werden mit einer Geldbuße von 10,- bis 100,- Euro belegt. Zugleich muß das Fischen beendet werden.

VII. Fangbuch:

Ohne Fangbuch darf nicht gefischt werden.

Die vorgeschriebenen Einträge müssen nach dem Fang unverzüglich mit einem urkundensicheren Schreibgerät (Kugelschreiber, kein Bleistift!) vorgenommen werden.

Verstöße dagegen werden mit 25,- Euro geahndet.

VIII. Verstöße gegen Fangbegrenzung, Schonzeiten und Schonmaße:

1. Bei Uberschreitung der zulässigen Fangzahl um 1 Fisch erfolgt Kartenentzug für 6 Monate.

2. Bei Überschreitung von mehr als einem Fisch Ahndung durch das Ehrengericht.

3. Wer sich untermaßige lebensfähige Fische oder Fische während der Schonzeit aneignet, wird mit Kartenentzug von 1 Jahr belegt.

IX. Vereinsschädigendes Verhaften bei auswärtigen Vereinen: 

Zuwiderhandlungen von Vereinsmitgliedern bei auswärtigen Vereinen werden entsprechend dem Bußgeldgatalog oder

durch das Ehrengericht des Bezirksfischereiverein Straubing geahndet.

X. Jugendliche:

Verstoßen Jugendliche des Bezirksfischereiverein Straubing gegen Bestimmungen dieses Bußgeldkatalogs, kann in begründeten Fällen die Mindestahndung dieses Katalogs unterschritten werden.

XI. Fischereiaufseher:

Fischereiaufseher sind nicht berechtigt, Bußgelder zu kassieren!

Verweigerung der Kontrolle, Beleidigung des Kontrolleurs und üble Nachrede werden durch das Ehrengericht geahndet.

Nach Artikel 87 Abs. 2 Punkt 3 des Fischereigesetzes ist der Fischereiaufseher berechtigt, die mitgeführten Fanggeräte und die gefangenen Fische - auch soweit sie sich in Fahrzeugen befinden - sowie die Fischbehälter zu besichtigen.

Wer gegen andere, nicht in diesem Bußgeldkatalog aufgeführten fischereilichen und vereinsinternen Vorschriften verstößt, kann mit Bußgeld belegt oder an das Ehrengericht verwiesen werden. Das Bußgeld wird von der Vorstandschaft nach mündlicher oder schriftlicher Anhörung des Betroffenen durch den Rechtsbeistand festgesetzt. Bei Einspruch des Betroffenen erfolgt Weiterleitung an das Ehrengericht. Die Einspruchsfrist beträgt zwei Wochen nach Zustellung des Bußgeldbescheides. Der Bußgeldbescheid ist dem Betroffenen gegen Rückschein zuzustellen. Bei Auferlegung eines Bußgeldes trägt der Betroffene die Kosten des Verfahrens.



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Stand: 01.11.2015
bearbeitet: Houdek
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